Mysore - Kolkata Winter 2012/13

9. Februar 2013
Schneeflocken tanzen vor blauem Himmel!

Back home. Verarbeiten von den vielen intensiven Eindruecken.
Mit dem Herzen noch dort mit den Beinen schon hier.
Die Stille geniessen.

Es waren noch wunderbare und aufregende Tage. Ich bekam richtig Lust das Kolkata zu erkunden. Leicht zu sagen, von so einer wunderbaren Gelegenheit, bei C. zu wohnen, in einer hellen lichten, meditativen klaren Umgebung

Der Konzerttag bei C. - von morgens 10Uhr bis in die Nacht spielten 18 Musiker aus West und Ost nordindische klassische Musik. 70 Gaeste genossen die Beitraege von DrupathGesang, Sitar, Sarod, Saxophon auf indischen scales und RudraVeena, die selbst in Indien kaum mehr gespielt wird. Ein wunderbarer Austausch fuer die Musiker. Die KolkataTaufe fuer Govinda, sein erstes Konzert dort, im Zentrum der indisch-klassischen Musik, mit superschoenem Feedback. Am naechsten Tag alles aufraeumen, Putzen, relaxen. Nochmal zum HemenShop, dem legendaeren Sarodbauer. Das war beeindruckend: Nach einer Woche hatten wir schon den Eindruck der Laden sei aufgeraeumt, der uns vor ein paar Tagen noch geshockt hatte. Nee, es war alles beim alten, nur unser Blick hatte sich entspannt, die Konditionierungen schon ein wenig geloest.

Mit der Metro, die sich als eine der saubersten Orte entpuppte, quer durch Kolkata. Wir laufen weiter den lauten verstaubten vermuellten Strassen entlang,. ich mache Fotos auf dem Weg zu weiteren Shops im Musikviertel. Die Laeden und Handwerksraeume in Mitten von Wegen und Treppen voll Unrat, nicht zu fassen. Bekomme Lust große Tueten zu nehmen und irgendwo zu beginnen, den Muell wegzuraeumen. Warum ist das so anstrengend fuer uns - Laerm, Luftverschmutzung, Dreck Armut zu sehen, ueberall wo die Augen hingehen, ist es wie ein Angriff auf unsere gewohnten Konditionierungen.

Und doch scheinen die Menschen dort relaxed, zufrieden und froh.

Ich hoffe ich behalte mir etwas von dieser Entspanntheit und Gelassenheit. Nicht wieder gefangen zu werden im Land der tausend musts an einem Tag. Das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden. Die indische Formel tomorrow - 100%, tomorrow garantee, hat was. Man weiss, es wird sehr wahrscheinlich was passieren, zu einem Zeitpunkt wo es angesagt ist. Alles notwendige passiert through Him, und wir tun unser Bestes dazu. Doch unser Bestes kann nur geschehen durch Hingabe, und Hingabe geht nur mit einem entspannten mind. Es geht nichts zu erzwingen. Dies ist nicht zu verwechseln mit Nichtstun oder Beliebigkeit. Ein klares schedule und tapas - Ausgerichtetheit gehoeren selbstverstaendlich dazu. Doch innerhalb dessen geschieht was geschehen soll. Mit der Wachheit eines entspannten Geistes im Bewusstsein, dass wir in einer an die Zeit gebunden Huelle hier verweilen, durch die Gnade des Einen. Und das lehrt mich immer wieder diese Indien-Reise:
Einfachheit. Hingabe. Andacht. Entkonditionierung, im Hier und Jetzt - im Herzen - zu sein. Reinheit, i. S. von: Seinen eigenen Weg zu finden und zu ihm zu stehen. Dankberkeit fuer alles was geschieht und geschehen darf, wenn wir unsere Aengste und Gebundenheiten ueberwinden.

Dank all meinen Lehrern, meinen Naechsten und den scheinbar Fernen - alles und jede/s/r mag mein Lehrer sein. Solange Respekt da ist vor dem Andern. Dem andern Ich.

Beginne bei Dir - Frieden innen - Frieden aussen.
Du bist alles und alle/s ist/sind in Dir.

So vielen Dank an alle die mich und uns  unterstuetzt haben, dass diese Reise geschehen konnte!

Bis zum naechsten Mal - whenever :)
- dann vielleicht wieder aus Kolkata...

NAMASTE!
Check this out:
latest film von einer Freundin /  aus Mysore - Mariella Cruz - must see!
https://www.youtube.com/watch?v=S5JOhxgDswQ

Ad: Namaste!
http://www.youtube.com/watch?v=YcgNJ7cgDVs

Latest Kirtan in Mysore
https://www.youtube.com/watch?v=7lKeCFHXZWI&NR=1&feature=endscreen

Kino im MysoreShala
https://www.youtube.com/watch?v=diPJ0r-QTGU&feature=endscreen&NR=1

ANDREA

PS - lade morgen noch die restlichen Bilder aus Kolkata hoch.
Enjoy!


2. Februar 2013
Bemerkung zur Gallery

Hi again, habe gerade Bilder in die Gallery geladen.

Es war etwas verwirrend, von der Reihenfolg der Bilder her, da Govindas und meine Bilder gemischt sind. Du hast eventuell manche Bilder schon mal angeschaut. Sie sind jetzt in der Reihenfolge so, dass die Kolkata Bilder auf den letzten Seiten sind :)

Viel Freude beim Eintauchen in einen flavour of India!

1. Februar 2013
The Kolkata

Ich werde nun grad noch die letzten Bilder aus Mysore hochladen, dann einige aus Kolkata, die Du daran erkennst, dass Mysore mit den Palace-Elefanten endet, und Kolkata beginnt mit dem gruenen Papagei :)

Ein Sonnenstrahl bricht durch den heute dichten grauen Himmel ueber der Stadt. Nach 6 Wochen Indien / Mysore dachten wir gut vorbereitet zu sein, auf eine der groeßten Staedte der Welt. Ich hab heute gegoogelt: Gehoert Kolkata zu den dreckigsten Staedten der Welt? Nein. Zu den 10 groeßten? Jaein. Bezogen auf das GangesDelta: Ja - 150 Millionen Menschen wohnen hier, 1600 etwa auf dem qm, das ist die zweitdichteste Besiedelung nach Tokio (37 Millionen / 2400 etwa auf den qm :).

Bezogen auf den Stadtkern: Nein. Da sind die vordersten 3 Tokio / MexicoCity und NewYork. Dann kommen von den indischen Staedten auch Bombay an erster und Delhi an zweiter Stelle, mit etwa 10 Millionen. Kolkata hat nur 5 Millionen im Stadtkern. Und doch: Nicht nur das Gefuehl ist, dass die Luft super schmutzig ist - bei einer Putzaktion in einer wunderschoenen supersauberen Wohnung eines Freundes, als Vorbereitung fuer den Konzerttag am Sonntag schuetteten wir kuebelweise das schwarze Putzwasser weg. Govinda meinte er koennte das Wasser nach 1 Stufe im Treppenhaus wechseln, C. sagte nee, nimm 5 Stufen auf 1 Eimer - das reicht :) Wirklich es war shocking am ersten Tag vom Flughafen durch die Stadt zu fahren. Es ist nicht zu beschreiben und auf Bildern nicht einzufangen. Die Bilder sehen immer malerisch aus. Was wir sehen und empfinden, nach einem kleinen Ausflug greift den europäschen mind und body an. Dazu kommt viele Freunde sind krank, und wir schweben oft in einem Zustand, dass Fieber aufkommt und dann wieder geht. Fuehlte mich ganz fragil, sodass ich die Wohnungen in denen wir wohnen haetten koennen, einfach nicht packte. Ich brauchte shelter, klare friedvolle Umgebeng und so hatte C. Mitgefuehl und wir konnten bei ihm bleiben - was ein Riesensegen ist, von so einer schoenen Umgebung aus Kolkata zu erleben.

Solange ich gesund bin - nun - no problem hier zu sein auf eine Art. Dann wieder: Nee, geht überhaupt nicht. Auf der Strasse faehrt alles durcheinender: Autos, Fussgaenger, von Hand gezogene Rikshas (ja, gibt es noch), von Fahrraedern gezogenen Rikshas, von Fahrraedrn gezogene Boxen, an sich Schulrikshas (in einer Box wie Du sie in der gallery siehst sitzen 10 Kinder), Busse, RikshasTaxis - alles in handbreiter Dichte zu erleben. So scary eine Strasse zu ueberqueren. Und dann die Menschen hier, ganz anders als in Mysore, sprechen kaum englisch, haben noch kaum Westler gesehen.

Nun, es ist spannend, solange man gesund bleibt, ist alles gut, und mit Staunen, Abwehr und Freude zu erleben. So im Hemen"Showroom", dem bekanntesten legendaeren Musikinstrumentenbauer in Kolkata. Heute führt sein Sohn den Laden. Wenn ich sage kleiner verstaubter Laden klingt das recht nett. Nee, so abstoßend und so holy zugleich, hab ich noch nie etwas in einem erlebt. Der Laden mit dickeingestaubten (das ist hier einfach im Nu so...) Tueten mit Instrumenten, das uebliche indische MessyChaos ueberall und in jeder Ecke. Bilder von beruehmten indischen Musikern an den Waenden, no charm at all, äußerlich - und doch mir liefen die Traenen durch, es war so eine wundervolle Energie an diesem Ort, wie sonst nur an wahrhaft heiligen Orten. Eine dicke Ratte durchquert den Showroom, der Besitzer gruesst sie freundlich. Nee, man packt es nicht, mit welcher hingebenden Art einem eiskalt Fantasiepreise fuer 2 Kokosnussplektrums Abgeknuepft werden. Das heilige und das banale, komplett unverstaendliche am selben Ort. Noch haben wir nur kleine Ausfluege gemacht. Gewoehnen uns langsam an die Luft und an die fordernde Umgebung. Erkunden, erfuehlen, und freuen uns auf Sonntag, an dem von morgens 10 bis nachts hier ein Konzerttag sein wird. Hab heut schon eine Art bengalischem ProbeChai gekocht - Assam mit einem Drittel Darjeeling, weniger Milch, keine Gewuerze und viel Zucker, so viel, dass der Loeffel steht - so soll er sein.

Noch vier Tage - zwischen Freuede hier und Sehnsucht nach home :) Ich werde noch mal berichten.

ALLTHEBESTFORALL
ANDREA&GOVINDA

 

24. Januar 2013
Mysore - lastdays

Wow, was vergeht die Zeit schnell die letzten 10 Tage und wir haben noch 4 Tage hier in Mysore, am Montag fliegen wir nach Kolkata.

Jetzt nach 6 Wochen könnte es grad so schön weitergehen, wuerde sagen, ich hab mich erst in der letzten Woche eingelebt :) - jetzt noch 4 Wochen zu bleiben wäre ideal, besonders vom Yoga her. Sharath gibt an sich kaum neue Asanas wenn man fuer hier - doch kurze Zeit da ist. Dazu kommt, dass es eben klar 4 Wochen dauert bis die Kraft da ist, weiterzugehen. Letzte Woche hab ich hauptsaechlich fuer mich geuebt - Ladies Days drei Tage, und eine dicke Muskelverspannung im unteren Rücken, irgendwie war ich durchs viel am Computersitzen ueberlastet, sodass ich mich kaum mehr bewegen, buecken und geschweige denn hochkommen konnte. Das ging nur noch mit Stuetze der Haende. So bin ich mit vielen extra kleinen Vinyasas, vielen Ausgleichhaltungen und sehr genauem Spueren, was moeglich ist, und was nicht und das ist immer wieder supererstaunlich - 2 Tage slowly durch die Primary gekrabbelt, und nach weiteren 2 Tagen konnte ich die Intermediate wieder fuer mich ueben, allerdings noch kaum sitzen :) Montag war ich wieder im Shala, und wenn, dann gibts grad nur Montags neue Asanas :) und konnte dann, nachdem mir Sharath in Karanda half, auch weitergehen zu Mayurasana. Die meisten Frauen bekommen Hilfe in Karanda, und doch gibts unwahrscheinlich viele, vorallem Asiatinnen, die die Kraft haben allein runterzugehen. Heute hab ich mal in der Umkleide die ladies aus Asia also China Japan Korea Singapore gezaehlt - ich denke, dass mindestens ein Viertel der Yogi/nis hier aus diesen Laendern kommen! Sie sind die most ambitioned Ashtanga-Yogis. Haben den unglaublichen Fokus und enorme Kraft dadurch.

Wir waren die letzte Zeit mehr unterwegs, in unserem Lieblingstempel, TrineshwaraTemple, tausend Jahre alt, der in die Mauern des Mysore-Palace integriert ist. Leider darf man da keine Fotos machen, vielleicht gelingt es uns wenn wir zum Abschied nochmal untertags vorbeischaun. Dieser Tempel hat so eine stille Atmoshaere, und es sind nur wenige Besucher/Inder da, am Donnerstag zur Dakshinamurti Puja. Dakshinamurti ist Shiva als der hoechste Guru, der Lehrer der Lehrer, der seine Weisheit und Energie in Stille uebertraegt. Immer am Donnerstag / Jupiterday ist diese Puja, die sehr powervoll ist. Wir brachten Rudrakshaketten zum weihen und liessen eine dicke fuer die Gottheit zurueck.

Govinda hatte ein Konzert, es war organisiert / vermittelt durch seinen Lehrer. Die Zuhoerer waren voller Freude, dankbar und begeistert.

Paul Livingstone spielte auf Sitar, er hat 25 Jahre bei Ravi Shankar gelernt und auch bei Pandit Taranath, Govindas Lehrer. So spielte jeder, begleitet von Tabla, einen Raga, und dann noch ein „Jugalbandhi", bei dem Läufe auf Sitar und Sarod sich abwechslen, und beide auch gemeinsam spielen. Es ist superschoen und interessant, dass dies moeglich ist.

Beide haben in der gleichen Traditionslinie / Gharana gelernt. Diese geht zurueck auf Baba Allauddhin Khan (der Mozart Indiens), Ali Akhbar Khans Lehrer und Vater, und Ravi Shankar, dessen Schwager. So kann ein Lehrer auf Sarod unterrichten (wie P. Taranath es letzte Woche machte), und die Schueler spielen auf Sarod und Sitar. (War bei einer lesson dabei, der Lehrer spielt in haarstraeubendem Tempo, die Schueler nehmen auf was moeglich ist :)

Morgen spielt Govinda ein weiteres Konzert, diesmal vor YogiPublikum in einem WestlerCafe, hoffen jedoch dass auch indische Freunde kommen werden.Freu mich drauf!

Ansonsten haben wir gestern gepackt und sortiert, was wir im Paket zurueckschicken, diesmal per airmail, da die Post so teuer geworden ist. Kostete vor 2 Jahren noch die Haelfte. Nun das ist eh ein merkwuerdiger Mix, manches ist im Preis fast gleich geblieben (zB: Essen, Riksha) und manches ist extrem teuer geworden (hier in Gokulam flippen die Vermieter aus und verlangen teils westliche Preise! Das macht keine Laune, viele Yogis mieten deshalb jetzt die Wohnungen ganzjaehrig).

So schliessen wir hier langsam ab, am Samstag ist noch ein Konzert von Govindas Lehrer, davor meine Sitar zurueckbringen, am Sonntag die „Kueche" einpacken und quasi die Wohnung hier wieder aufloesen. (Vieles kommt in eine Box, die dann hier in Mysore gegen Miete bis zum naechsten Besuch ruht.)

Auch wenn diesmal einige Hindernisse da waren, wir hatten ein schoene Zeit, haben viel geuebt, gearbeitet, gelernt und schoene Begegnungen gehabt.

Indien wie immer ist eine echte Herausforderung, an body and mind :) oft komplett unverstaendlich in Begegnungen, und gleichzeitig birgt es so viel an sweetness, Schönheit, und Hingabe.

Nun bin ich gespannt auf die naechsten Tage und schreibe wieder aus Kolkata.

NAMASTE - Yogis und Freunde!
ANDREA

PS - ich versuche jetzt noch Bilder in die Gallery hochzuladen.
Gut, das hatte geklappt, kamen jedoch noch einige aus Mysore dazu, die ich grad in Kolkata hochlade.

Und - wow, in Kolkata macht das fotografieren fuer mich wieder richtig Freude! In Mysore hatte ich das Gefuehl, alles schon 2 mal fotografiert zu haben :)

Und nun das Unbeschreibliche: „The Kolkata"

 

14. Jan.2013
Sankranti

Wenn wir im Januar hier sind, erleben wir das Erntedankfest - Sankranti. Immer wieder erstaunlich die gelb und bunt angemalten Kuehe zu sehen, die an diesem Tag besonders wach sind, da für sie ueberall etwas zu fressen angeboten wird. Heute durften sie allerdings nicht uebers Feuer springen, da dieser Feiertag auf den Montag fiel und da ist irgendwie cowbirthday, gabs heute kein „cowjumping :) übers Feuer.

Wir sind ein wenig durch die Strassen gezogen um zu fotografieren, allerdings waren die Strassen heut leer, hatten wir nicht so bedacht, da es ein holiday ist. Doch wir fingen die Atmoshaere ein - und ich habe mich nun endlich an meine gallery auf meiner webpage getraut, ist immer ne Überwindung, da es paar Stunden dauert bis ich mich wieder einarbeite. Ausserdem hab ich die gallery nun mal umgestellt dass keine Kommentare zu den Bildern mehr möglich sind, da es leider immer wieder mal Besucher gibt die das ausgiebig missgebrauchen :(

Gut, so habe ich mal nen Anfang gemacht mit neuen Bildern unter Mysore 2012/13.

Die Nachbarn besuchen sich heute an Sankranti gegenseitig, die Kinder uebergeben einen Teller, auf dem ein Stueck Zuckerrohr, eine Getreideart zum knabbern und eine sweety-Mischung getauscht wird. Heute warn wir bei einem indischen Freund zu Sankranti eingeladen, der mit mir freundlicherweise in früheren Jahren oft auf Tempeltour ging. Er weiss so viel ueber die religösen Braeuche und es ist immer wieder interessant Details zu erfahren, wie heute, warum man hier am Liebsten auf Bananenblättern ist. Es harmonisiert den Blutdruck, und unterstuetzt die Verdauung.

Der Puja /Gebetsraum ist nach Nord-Ost ausgerichtet, um Ruhe und Kuehle zu finden, die Kueche richtet sich nach Sued-West, wo die Waerme gebraucht wird, der Wohnraum mittig, ist angenehm klimatisiert.

Auch Sharath sprach gestern in der Konferenz darueber, dass, wenn ein Haus gebaut wird, zuerst das wichtigste - der Pujaraum und sein Ort und seine Ausrichtung bedacht wird. Dann auch, wohin der Eingang gerichtet ist, eben Richtung Osten / der Sonnenaufgangsseite, sodass gute Energie ins Haus stroemt.

Der Pujaraum ist das wichtigste in einer indischen Familie. Vor jeder Handlung wird von kleinauf ein Gebet gesprochen. Schon beim Aufstehen das erste Gebet an Lakshmi, Ganesha und Saraswati, noch bevor irgendwas anderes getan wird. Er sprach darueber wie sie als Kinder immer schon in einem religiösen Bewusstsein aufwachsen. Vor jeder wichtigen Handlung, vor jedem Lernen, vor dem Kochen etc., vor jedem neuen Beginn steht ein Gebet. Das war auch das Thema von Sri Sribhashyams Workshop das letzte Mal (jüngster Sohn von T. Krishnamacharya, bei dem ich immer wieder Seminare besuchen kann), dass Inder natürlicherweise in Hingabe an Gott leben. Es ist nicht was ein Inder lernen muesste. Aus diesem Grund, so Sri Sribhashyam unterrichtete sein Vater Westler anders als Inder. So waehlte er für die Westler für den Yoga den Namen „lebenserhaltende Übungen", anstelle Yoga.

Sharath sagte am Sonntag zu Beginn der conference: „It looks like a khumba mela of Ashtanga Yogis." :)

Es ist sehr schoen, dass Sharath jetzt viel mehr über den Yoga im Sinne von Transformation spricht. Das war das Thema bei jeder conference. Klarzumachen, dass, und warum Hatha Yoga als drittes Glied der acht Ebenen des Yoga, Vorraussetzung ist, um die andern Glieder zu meistern oder zu unterstuetzen. Es geht um Reinigung auf allen Ebenen, darum, innere Stärke zu erfahren, ohne die die wechselnden Fluktuationen des mind nicht zu erkennen sind, und darum, in seiner Mitte bleiben zu koennen. Nur dann koennen wir tiefer eindringen und das Bestaendige / Wahre / Göttliche, vom Unbestaendigen, nicht dauerhaft glückbringenden unterscheiden lernen.

In meiner Praxis war an sich heute, nach 4 Wochen der erste Tag, an dem sich mein Körper annaehernd kraftvoll anfuehlte. Es ist immer so gewesen und auch diesmal so: Es braucht 5 Wochen um an den Punkt zu kommen, wo der Koerper sich wie ein starkes Gummiband anfuehlt, einheitlich, wach und der mind Focus und Stabilitaet findet. Trotz wirklich fast andauerndem Husten Schnupfen Erkaeltung, die umgeht, finde ich slowly zu meiner Kraft.

Gestern war Led Intermediate und ich habe ziemlichen Respekt davor gehabt. Es fuehlt sich jedoch langsam als funfactor an, da es mir nicht mehr schwer faellt, im Count in die Haltungen zu gehen. Da ich so uebe wie mein Lehrer es mir von Beginn an sagte, mindestens 8 Atemzuege in den Haltungen der Zweiten Serie zu bleiben. Frueher blieb man eh laenger als 5 Atemzuege in den Asanas - das kann man schoen nachlesen im Buch „Guruji", einer superschoenen Zusammenstellung von Interviews mit den ersten Schuelern von P. Jois.

Waehrend ich schreibe, lade ich Bilder hoch, es dauert ewig hier,das Internet ist superlahm, trotz schnellstem Internetstick. Es sind also bisher fast nur Kuhbilder, aus der etwas dörflichen Strasse die nicht weit von Gokulam entfernt ist. (Weitere lade ich die naechsten Tage hoch.)

Byebye! Namaste!
ANDREA&GOVINDA

8. Januar 2013

Hm, mal wieder Stromausfall, heute warn schon ein paar Stunden ohne Strom. Und da ich grad mal wieder in der Lage waere was zu arbeiten...kommt das etwas :) ungelegen.

Wir halten unsere Flamme am glimmen, heisst da wir immer wieder - mal der eine der andere krank sind, mit Fieber, totaler Erschoepfung, Schnupfen, haben wir gerade genug zu tun unsere duties zu erfuellen. Der Husten kommt immer wieder herbei, obwohl wir taeglich heisse Milch mit viel Kurkuma und Honig zu uns nehmen - was recht gut lindert. Die Luftverschmutzung ist hier enorm, und da ich Motorrad fahre, um nicht fuers unterwegs sein mehr zu bezahlen als fuers taegliche Essen zu zweit, nehme ich die Harakiri-Herausforderung an. Immerhin, bin ich ja mit 23 Jahren schon mit einer größeren Suzuki durch Singapore gerauscht.

Nun das ist ein anderes Thema, der Verkehr hier. Komplett regellos, die einzige Regel ist „just straight" - fahren alle auf eine Kreuzung zu und jeder stoppt last minute oder auch nicht, das wird irgendwie entschieden, nach Größe, Nachgiebigkeit oder auch nicht. Das aergste sind die Leute die spontan entscheiden aus der geraden Fahrt heraus 90 Grad zu wenden, ohne ein Zeichen zu geben, ohne selbst zurueckzuschaun. Es gibt mehr Autos auf den Strassen jetzt und das heisst alles Fuehrerscheinneulinge in diesem gigantischen Chaos. Gestern beobachteten wir eine Puja /Gebetsritual fuer ein nagelneues indisches Tata indica Automobil, für ein aelteres Paerchen. Nun, ob da das dreimal das Auto zu Fuss umkreisen, die Zitronen vor den Raedern, und Gebete zu Ganesha allein genug sind?

Jai ganapathayee namaha! Mögen alle Hindernisse beseitigt werden :)

Am Freitag warn wir zum 2. Mal am pool, und am naechsten Tag lagen wir wieder flach. Wir sind an sich guter Dinge jedoch ist das gerade in Indien immer wieder ein down, denn wenn man hier erschoepft ist, dann, ist es so wie es in Deutschland kaum vorstellbar ist. Nun das war bei mir am Samstag. Ich wollte homepractice machen, um für Sonntag für die Led Intermediate vorbereitet zu sein, und dachte nicht dass ich weiter als ein paar Sonnengebete kaeme.

Slowly und mit einem dicken Schulter-handycap, noch vom Donnerstag, ging ich im Schneckentempo durch die moeglichen Asanas, und uebte dann doch fast die ganze 2. Serie, eben das unmoegliche ueberspringend.

Am Donnerstag zog mich Sarasvati in die Rueckbeuge, soweit dass ich die Knöchel greifen konnte. Ich verstehe, dass es einen flasht wenn man das zum ersten Mal macht. Aber es ist immer wieder ein shock, hatte das 2 Jahre eben seit dem letzten Mysore-Aufenthalt nicht mehr gemacht.

Es ist eine komplette koerperliche Desintegration, und es hat 3 Tage gebraucht bis sich mein Koerper wieder erholt hatte von dem Shock. An sich ists kaum weiter als ich sonst in die Übung reingehe. Und doch: Man steht einfach dann upsitedown fuer einen Moment auf 2 Gliedmassen statt auf 4 :) naja, meine Schulter hat da bis heute noch dran zu verdauen. Das erstaunlichste fuer mich hier ist immer wieder, wie stark die mentale Kraft und Ausrichtung die körperliche Kraft steuert.

Am Sonntag fuehlte ich mich nicht in der Lage zur Led second zu gehen, übte zuhause, und am Montag ging ich hin, an sich mit dem Gedanken - kann ja nach den Sonnengebeten wieder gehen. Konnte dann komplett die Serie üben und ebenso gestern. Heut war der erste Tag, wo alles wieder kraftvoll ging.

Namaste!
ANDREA

1.Januar 2013
HAPPY NEW YEAR!
- allen Yogi/ni/s und Freunden!

Blessings allover und kraftvolle Visionen und Impulse fuer Dich im Neuen Jahr der 13 des Umbruchs? Die 13 ist der TOD, der Fluss das Alte loszulassen damit das neue Kommen kann. Nur wenn das Alte stirbt kann der neue Keim sich zeigen und entwickeln.

So schlossen wir das Jahr mit einem Rueckblick ab und skizzierten die Neuen Visionen.

In meiner Praxis am Morgen hatte ich Glück, ich konnte doch weiter bis Karanda ueben. Puuh bin ich froh, das waer echt die volle Demotivierung mal wieder gewesen. Hier hab ich echt was zu ueben, und das freut mich, wenn grad dieses asana besonders scary ist - wie heute, die naechste Matte an der eigenen am Anschlag und am andern Mattenende die Stufe zur Empore. Hatte Angst auf die Empore zu fliegen und so half mir zum Glueck dann Sarasvati. Hatte mit ihr ueber die Praxis mit 54 gesprochen, und sie meinte nur ich solle eben nicht in die dritte Serie weitergehen :) Nun, obwohl der Film mit Gwendoline Hunt eine enorme Inspiration ist (es gibt einen Film mit Lino Miele wo sie mit 70 die 3. Serie uebt) habe ich das schon fast aufgegeben :) obwohl in Goa letztes Jahr uebte ich bei Rolf doch den Beginn, die ersten 9 Asanas davon, (fast) wie in frueheren Zeiten.

Ja, das NewYear war fuer Indien sehr busy, Chaos auf den Strassen Feurwerk um Mitternacht, was ungewoehnlich ist, da ja hier das neue Jahr an sich im April beginnt. Aber durch die internationale Verbindung in der BusinessWelt und da die Inder nun mal gerne feiern, setzt sich das fest nun auch hier ein wenig durch.

Gestern warn wir zum ersten Mal kurz am swimmingPool, der in den letzten 2 Jahren, wie vieles hier was westliche Produkte betrifft sich ums doppelte verteuert hat. Zum Glueck ja nicht die Gebuehr im Shala. Vom Wert her (ich rechne da etwa mal 10, hier kostet ein super Mittagsmahl 40 - 80 Cent, und bei uns bekommt man ja fuer 8 EUR nicht unbedingt ein großes Mahl) gehen hier etwa 1 Million EUR eh schon jeden Monat durch die Geldmaschine :) So ist der Moment wo Du Dich hier als Yogi einschreibst der, wo Du am Besten das erste Mal im Shala auf NOMIND stellst :)

Gestern hatte ich meine 2. Sitarstunde die mir wirklich Freude gemacht hat. Ich besuche hier von Beginn an, seit 6 Jahren Sitarstunden, seit 4 Jahren bei einer netten Lehrerin die noch indische Preise verlangt und einfach systematisch durch die Basics geht. Es ist ein schoener Kontakt zu einer netten indischen family. Der Mann ist pensioniert und beschaeftigt sich mainly mit Philosophie, praktisch das indische Ideal, dass man im 4. Lebensabschnitt sich nurmehr mit spirituellen Dingen beschaeftigt. So besucht er Abende zu Krishnamurti, seinem Favouriten, hoert mit andern 1-2 Mal in der Woche Osho-Vortraege und liest sich so durch die Philosophie. Klasse, abgesehen davon wenn man dann sieht wie seine Frau Nirmala sowohl als Lehrerin arbeitet, zuhause Sitarstunden gibt (an sich hat sie was medizinisches gelernt) als auch den Haushalt wirft, ok, mit einer Amma wie es hier ueblich ist.

Es wird von tag zu heisser, obwohl es Winter ist (auch fuer mich - hab immer noch meist meine Bettflasche an den Fuessen desnachts :)) klettert langsam das Thermometer ueber die 30 Grad Grenze.

Noch hab ich keine Zeit gehabt, mich mit der Gallery auf meiner website zu befassen, doch das kommt auch dieses Mal noch :) wir sind einfach busy mit unserem daily schedule, sodass die Zeit auch hier recht eingeteilt ist.
Ausserdem dauert hier alles recht lang und besonders das Internet ist langsam sodass das Einrichten der gallery, des Albums etc Zeit braucht.
Freu mich auf alles was kommt im Neuen Jahr!

LIVEYOURVISIONS! mit Freude und power!
Das wuensche ich Dir und Euch von Herzen!

LOKAH SAMASTAH SUKHINO BHAVANTU!
ANDREA


30. Dez. 2012

Nach zweieinhalb Wochen haben wir uns nun gut eingelebt. Unsere Wohnung ist heimelig und indisch ruhig :) Gerade ist wieder irgendwo eine „Party", Feier im Gang eben indische Musik, irgendwo in der Nachbarstrasse. Indische Gesaenge dringen fast ganztags aus verschiedenen Quellen in der Umgebung, vorallem aus der Naehe im Nachklang eines Todesfalls in einem der Nachbarhaeuser. Die Fernseher der indischen Studenten Nachbarn, laufen am Sonntag ganztags, sonst nur morgens und abends. Das laute Droehnen der nachts durchfahrenden Zuege hoere ich nicht mehr. Es ist recht ruhig, fuer indische Verhaeltnisse angenehm. Wir wohnen ja in der Naehe des Shalas, grad paar Haeuser entfernt, wo Sharaths neues riesiges Haus entsteht. Schaut grad eher nach Bunker aus, mit vor dem eigentlichen Haus hochgezogenen Mauern, und keine, bzw nur schmalste Fenster zum YogaCatwalk hin.

Im Shala kommen immer noch neue students an, obwohl in den beiden Led Primary Klassen an sich kein Platz mehr ist. Wir ueben ausser im Hauptstudio in den Umkleiden auf beiden Stockwerken, im Eingangsbereich und auf der - Matte an Matte.

Neu im Shala ist die ChantingClass an der jede/r obligatorisch teilnimmt. Eine halbe Stunde singen wir Mantren, Textstellen aus der Bhagavadgita, das Shivalingam Mantra, die Namen und die Sanskritzahlen fuer den Count. Ob es mal eine Übersetzung gibt von den langen Texten auf unserm Übungsblatt? Mal schaun, ich war bisher erst einmal dort, heute hab ich mir jedenfalls die gewuenschte Miniausgabe der Bhagavadgita gekauft, das Buch ist etwa 5 cm hoch :) süße pocketform für die Handtasche, Inspiration fuer den Alltag.
Heute war ja wieder conference, und Sharath unterstreicht immer wieder den Aspekt, dass hier keine „yogafactory" sei, sondern dass es um den spirituellen Aspekt des Übens, um Sadhana den Übungsweg geht, immer auf der Grundlage der Yamas und Niyamas und nie davon getrennt. Dass die Übung an sich Dharana / Konzentration und Reinigung ist von den Schichten des mind, die im Körper manifest sind. Das Sutra sei ausserdem „no pain no gain" :) und jedes neue Asana spricht andere und immer tiefere Bereiche des Unbewussten an. Da Sharath sagte dass eben in der Intermediate wo viele Rueckbeugen sind, viele Agressionen rauskaemen, fragte jemand was man damit tun solle :) Im Zimmer einsperren und ein mantra singen :) jedenfalls achtsam damit umgehen. Wenn wir dann ein Asana tausend mal wiederholt haetten wuerde es mehr sukha, bequem werden und diese Gefuehle liessen nach. Ja, nach Jahren ist es besser, wenn ich auch immer noch nach Kapotasana ziemlich ausgespaced bin, deshalb gehe ich zuhause meist nur so weit, dass ich weiss, dass ich es machen koennte. Hat auch soweit gepasst, heute war der „Test" in der Led Intermediate, die ich mitmachte obwohl diese Woche ja nur 2 mal Mysore Praxis war, in der ich 2. Serie uebe. Dort ueben wir eben auch die 2. Serie im Count - heute warn dort von den ich weiss nicht 300 oder 400 students 60 anwesend. In einem Atemzug sich in diese Rueckbeuge zu werfen - ja, ist erstaunlich, es geht, denn es gibt keine Wahl. Sonst kommen Zweifel, Aengste, soll ich es heut eher nicht machen oder muss ich das ueberhaut mit 53 noch ueben, usw.. Aber geht :) wenn der mind abgeschaltet ist ohne Widerstand. So sehr merke ich wie der mind den Fuss der Kraft hemmt. Das ist das schoene hier, Kraft kommt durch Focus, durch nomind. Und doch im Endeffekt war die Led Second heute fuer mich eine kleiner downer da Sharath mich stoppte in Dwipada Sirsasana. Kam nicht richtig rein weil ich mich verzogen hatte bei den standings, denke, da ich recht muede und wacklig war. Hm, Knurr, also ich weiss nicht, War doch schon einige Asanas weiter und haette echte Freude die zu ueben. Das wird jetzt wohl wieder Jahre dauern?? Mal schaun, aber klar ist auch, er sah dass ich nicht konzentriert war heute, verwechselte rechts und links und natuerlich ist er, wie jeder Lehrer, immer grad da, wenn was schraeg laeuft. Also nun hab ich mich schon was beruhigt, und mal schaun wie es morgen weitergeht und ob ich den Mut habe ihn auf meine oft wegen einer Schulterverletzung abgewandelte Praxis anzusprechen.

Mittlerweile gind die laute Musik draussen in eher opernartige Schnulzen ueber immerhin ists 10 Uhr abends, das wars jetzt glaub auch. Denn irgendwann bricht der Laerm dann ab, alles ist dunkel und die Inder stehen ja frueh auf. So unsre Hauslady um 5:00, um um 5:30 spazieren zu gehen um um 6:45 den Hof zu kehren :)

Ja, wenn ich um5 aufstehe hab ich ja das Gefuehl frueh dran zu sein, doch wie heut morgen muss man sehen dass da schon 2 Klassen im Shala gelaufen sind :) bis unsere um 7 beginnt. Nun, lets see, yesterday ist just a dream, so wird es morgen sein, also gehts immer wieder nur um das eine, JETZT ganz hier zu sein, und den Moment nicht zu verpassen :) und ganz zu geniessen - whatever comes - hm, so simpel und doch so eine Herausforderung.
Ok, nun machen wir uns noch auf den Weg zu schaun woher die Party eigentlich kommt...


23. Dezember 2012!
Wieder back in crazy India

10 Tage in Mysore, vergingen wie im Flug. Eine lange Reise mit Verspaetung des Fliegers von Dubai nach Bangalore wohl wegen Nebels in Bangalore, dann eine Taxifahrt mit einem lieben Schutzengel der einen Unfall knapp verhinderte, lies uns erschoepft am Ziel unserer Reise ankommen. Der Taxifahrer sagte er war nicht aufgeregt, als ein Laster plötzlich quer vor ihm einbog und er hart bremsen musste - „just practise".
Wir hatten uns in Anouki Garden, einem von Franzoesinnen gefuehrten Yogi Fruehstuecksplatz eingemietet fuer die ersten 5 Tage. So konnten wir in Ruhe ankommen, um unser weiteres Quartier zu finden.

Das Shala ist voll, und so sind Unterkuenfte fuer die hier kurze Zeit von 6 Wochen schwer zu bekommen. Die Vermieter / Landlords fragen in der Regel „How many month you stay?" 6 Wochen sind in der Tat kurz, nicht nur vom Üben her, denn erfahrungsgemaess brauchts 5 Wochen bis man zu seiner Kraft findet, und darueber hinausgehen kann, sondern einfach auch deshalb, weil man 2 Wochen zum einleben braucht. Und so war es bisher eine eher anstrengende Zeit, bis alles steht und man seinen Rhythmus finden kann.

Am Samstag fanden wir durch die Hilfe von Shiva ein Wohnung nahe dem Shala. Sie wurde davor von indischen Studenten bewohnt, und durch eine taffe Putzaktion, in der wir den Staub von womoeglich Jahren entfernten bekamen wir die Wohnung nun doch Kakerlakenfrei. Die Preise fuer Wohnungen expandieren hier ins unermessliche und doch sehen die Vermieter keinen Grund sie auf eine fuer Westler ertraeglichen Zustand zu bringen.

So war die erste Anschaffung zum ich weiss nicht wievielten Mal ein dickes Putzset, samt Kakerlakensprays und Kreide, um die Abfluesse zu praeparieren. Die Wohnung ist quasi leer, man braucht alles von der Clobuerste zur Matratze, Regale fuer ablagen, Teppiche/Matten, einen Herd/Kocher, Wascheimer (Elefantendusche), und Behaeltnisse um Essenseinkaeufe aufzubewahren. Wenn man auszieht kann man alles irgendwo gegen Miete aufbewahren oder es wird alles wieder vom Vermieter eingesammelt, sodass die naechsten wieder alles neu kaufen muessen :)

Warum es so ist dass man sich jedesmal neu hier aklimatisieren muss? Der mind muss sich eintunen in Verhaeltnisse und Bedingungen die so fremd und unerwartet sind, wenn auch bekannt. Es kommt auch prompt jeden Tag was neues unerwartetes. Dicke Knoechel von unbekannten Insekten, Fieber Husten Erkaeltung die nun nach einer Woche ueberstanden sind gehoeren dazu. Govindas Lehrer sagte India makes you ill - after it is good. H., eine Italienerin sagte, man braucht immer 2 Wochen um sich einzugewoehnen danach koennte man für immer bleiben. Nun langsam sind wir eingetunt. Wir haben nach ein paar Tagen eine Wohnung bezogen, Telefonkarten und einen Internetstick organisiert, unser Unterricht in Yoga und Sarod bei G. hat begonnen, und die erste Woche mit Primary ist schon vorueber. Am ersten Tag hatte ich so Handgelenkschmerzen dass ich an sich kaum ne Chance sah mitzuueben. Ich ging doch hin, auf das risiko glaich wieder gehen zu muessen, und siehe da irgendwie gings mit Knie aufstuetzen, Abwandlungen dann doch durch die Serie zu kommen.

Morgen noch einmal Primary nach den Ladies days, dann kanns losgehen mit intensiver Intermediate-Praxis.

Heute war wie immer Sonntags die Konferenz mit Sharath, in der er Fragen beantwortet, heute wie oft schon, nach seiner Morgenroutine (er steht um 12.45 auf macht seine Praxis, und unterrichtet ab 4:15) oder solche ob er schon Samadhi erfahren hat. Die Art wie Sharath antwortet hat sich geaendert, an Ruhe und Tiefe gewonnen, das war schoen zu spueren. Alte Fragen hat er neu und umfassender, in sich selbst ruhend beantwortet. So die Frage nach Samadhi. Er sagte Samadhi ist jederzeit moeglich. Doch er ist noch in der Phase wo er Familie und viele Aufgaben hat, und noch nicht alles loslassen kann und die hoechste Stufe von vairaghya erfahren kann. Er sagte, wenn er die Surya Namaskaras uebt ist er spontan im Zustand von dharana, vollkommener Konzentration. Es kommt nicht darauf an Handstand zu ueben sondern auf vollkommene Hingabe.

Meine Praxis beginnt spaet, 9:10, da das Shala recht voll ist. Freue mich morgen wieder weiterzuueben zu koennen - in die Energie des Shalas einzutauchen.. Überhaut habe ich mich sehr gefreut wieder im Shala üben zu koennen. Das Gefuehl bei meinem Ashtanga Lehrer zu sein, der mich über nun schon 6 Jahre begleitet hat. Hilfe gibts wie immer nur nach den backbends, fuer aehm, wie heisst das asana noch? Eben rueckbeugen und mit den Haenden die Waden greifen :) - dauert wieder paar Tage :) bis ich mich an das upsite down gewoehne.
Die Athmosphaere im Shala wird nur durch Sharaths „one more" unterbrochen, wenn wieder ein Mattenplatz frei wird. Hoffe den Husten bald zu überstehen und nun in meine Kraft zu kommen um ein klares Programm an Practise, Arbeit Sitar üben und sightseeing haben zu koennen. Übrigens hier ist Winter, die kaelteste Zeit bis 14. Januar. Nachts hat es etwa 17 Grad tags 30. Es fuehlt sich frisch an durch einen kuehlenden Wind, und wir warten auf waermere Tage fuer eine Ausflug zum swimming pool.

Übrigens noch eine Tip zur Weihnachtslektuere: „Ein Wochenende mit Gott", ein SpiegelBestseller ist ein lesenwerter Einblick und in unsre Beziehung zu Gott. Jenseits von Klischees werden tiefste Fragen unserer Existenz und Schoepfung in eine nicht ganz alltaeglich Geschichte gepackt. Spannend geschrieben, bin auch noch am Lesen - gleich wieder :)

Liebe Gruesse und ein NAMASTE! von Herzen
ANDREA

 

 

 TRY IT - FEEL IT - DO IT!
FLAT-RATE für 49 EUR  monatlich fürs erste 1/2 Jahr!

 

HOL DIR DEN GUTSCHEN FÜR 2!
- für 2 GRATIS-YOGASTUNDEN oder für 1 YOGASTUNDE für 2 FREUNDE!

"ASHTANGA MEETs RAGA" XXL - MYSORE MORNING CLASSES!
Jeden letzten SAMSTAG im Monat November und DEZEMBER!

ASHTANGA YOGA MYSORE STYLE CLASS mit indian-classical LIVE-MUSIC by GOVINDA
ORT: YOGAIN

ZEIT: Morning XXL-MYSORE CLASS: 10 -12 UHR

BEITRAG: Morning Mysore 10 EUR für Members / 20 EUR  für externe Yogi/nis

 ASHTANGA-YOGA-SOMMER-RETREAT 2018 im Centro Santillan

ANDREA PANZER mit GOVINDA SCHLEGEL

All levels welcome!

in ANDALUCIA, TROPICAL SOUTHERN SPAIN 

The next Retreat date for 2018 is coming soon! 

 

ASHTANGA.YOGA.INSPIRATION.
"
ASHTANGA VINYASA YOGA & YOGA
in the T. KRISHNAMACHARYA TRADITION"
AUS- & WEITERBILDUNG für Ashtanga Yogi/nis und Yogalehrer/innen
More   INFO  / Bestelle den NEWSLETTER um die aktuellen Infos zu erhalten!

 

 "ASHTANGA MEETs RAGA" CDs:
Hier kannst Du die wundervollen Ragas von GOVINDA als CDs bei AMAZON bestellen:

Ashtanga meets Raga / Morning Session

Mystical Ragas in the n ight / Evening Session