Kolkata - Mysore Winter 2013 / 14

Sonntag, 16. Februar 2014
On the way back home!

 

Ich schreibe im Zug, von Heidelberg nach Memmingen.
Bin richtig happy, dass ich diese Entscheidung getroffen hatte, direkt nach der Landung in Frankfurt, nach einer etwa 30stündigen Reise, noch einen stop in Heidelberg einzulegen, fuer das Seminar von Sri Sribhashyam, dem jüngsten Sohn von Sri Krishnamacharya. Es ist zur Zeit, neben dem Üben bei Sharath ziemlich das einzige Seminar,  das ich jährlich 1-2 Mal besuche, je nachdem, ob es moeglich ist, im Februar teilzunehmen. Meist sind wir noch in Indien zu dieser  Zeit, und so bat ich das Seminar etwas spaeter zu legen. Es war nur 1 Woche spaeter moeglich, und so passte es zufaellig genau zu unserem Rueckflug.
Am Mittwoch bekam ich nochmal eine dicke Erklaeltung, Schnupfen, Husten und wusste nicht ob es Sinn machen wuerde das Seminar zu besuchen.
Die Rückreise ging gut, dieser Weg von Ost nach West ist leichter, und die Reise immer von frueh morgens, wir standen um 2Uhr auf, bis in die Nacht – wo wir um 12 in Heidelberg ins Bett fielen.
Ich wachte frisch auf, hatte schon lang nicht mehr so viel geschlafen, der Schnupfen war fast vorbei und der Husten naja. Sri Sribhashyam sagte – thats India!
Schon nach der ersten Session war ich froh, am Seminar teilgenommen zu haben, obwohl ich noch am Abend dachte, ich haette besser nach Hause fahren sollen. Ich war konzentriert und wach, und gleich wieder begeistert, wie er Pranayama und Kumbhaka erklaerte. Einfach – noch nie auf die Art und Weise gehoert oder gelesen, so klar, indem er auf die Bedeutung der Sanskritbegriffe zurueckfuehrt und Pranayama insgesamt dabei  erklaert als permanenter Link zu Gott ( Inseinem Buch erklärt er, wie sich die Pranayamas im Lauf der Zeitalter verändert haben, und wie sie  an die Notwendigkeiten der Menschen angepasst wurden. In diesem Sinn war das Seminar, wie der menschliche mind funktioniert und wie wir ihn transzendieren - wieder eine riesen Bereicherung und Anregung zum Üben – einfach von Einzigartiger Tiefe.
Dabei ists schon eine Ironie, dass in diesem Seminar gerade mal 15 Teilnehmer dabei sind, allerdings auch dadurch, dass Sri Sribhashyam nur mit Teilnehmern arbeiten moechte, die seinen ÜbungsWeg  vertraut sind. So sind es größtenteils Schüler seiner Ausbildungen die er in früheren Jahren gegeben hat, und die er weiter begleiten moechte.
Großes Glück dabei sein zu dürfen.
Schön war auch, wie und dass er den Begriff Sringara als „fundamentale Emotion“ -  „ wie man Schönheit schätzt“,  „power to attract“, erklärte, haben wir doch eine sur-sringara in Kolkata bekommen für Govinda. „When we are angry - we loose sringara“.
So verneige ich mich in tiefer Dankbarkeit vor all meinen Gurus und Lehrern, hier auf der Erde und  jenseits von Raum und Zeit!
Und ich hoffe -
dass die Sehnsucht weiterhin –
staerker bleibt als die Angst!
Meine Frage heute morgen war,
wie ist das moeglich, alles – unser  Leben - GOTT zu uebergeben;
Die Antwort kam in Form einer Meditation, die Sri Sribhashyam uns heute gab.
Sein advice -
Ich erkläre darueber nichts mehr weiter – ich komme nicht mehr darauf zurück -
NOW, YOU HAVE TO PRACTICE!

 

~ Practice, practice and all will come! ~

 

NAMASTE!
Hope to see u soon!
ANDREA

 

PS: In Mysore war es nicht möglich Bilder hochzuladen, das Internet war dafür viiel zu langsam. Wir sortieren unsere Bilder und laden von hier dann einige in die Gallery :)

 

 

 

Dienstag, 11.2. 2014
Melkote

Die Tage schmelzen dahin.

In der Conference am Sonntag ging es um Karma. Karma ist Handlung. Jede Handlung wird gespeichert, so wie wenn wir Knoblauch unter ein Glas tun und wenn wir das Glas wegnehmen, hat es immer noch den Geruch an sich. So gehen die Handlungen in den Speicher der Akasha Chronik ein, und während unser Körper wiederholte Transformationen durchgeht, ist diese Info immer bei uns. So sollten wir gute Taten, im Sinne der Spirituellen Transformation tun. Yoga ist nicht nur als Asana ein Glied von den 8 Gliedern die Patanjali aufzaehlt, sondern Innere Transformation. Das betont Sharath nun immer wieder, es ist das Thema das ihm am Herzen liegt. Heute früh warn wir in Melkote, einem wunderschoenen VishnuTempel , um Aufnahmen für „Ashtanga meets Raga“ zu machen. Ist ganz schön anstrengend Asanagruppen drei oder fünf mal zu wiederholen ohne wirklich warm zu sein. Es hat zwar 30Grad im Schatten, jedoch morgens geht noch ein kühl gefühlter Wind. Backbends von vorn von der Seite und von hinten, also etwa 9 mal, dann ohne auszuruhen wieder weiterzuziehen, nun, es hat viel Freude gemacht, war jedoch auch mega anstrengend. Nach einem wohlverdienten Frühstueck um 14.30, mit unserem LieblingsEssen PannerTikka und CashewReis, ging ich noch im Shala vorbei um zu sehen, ob meine Authorization Level 1 aus Deutschland ankam. Tatsächlich war ein Brief innerhalb einer Woche angekommen, und ich durfte die Authorization Level 2 entgegennehmen. Sharath war leider nicht da um mich zu bedanken, gehe morgen mit Blumen hin. Nirgendwo kann man in Indien Dinge auf einmal erledigen. Das Minimum ist etwa 3 mal bevor irgendetwas vorwärtsgeht. Und so haben wir noch einige Wege vor uns, bevor wir am Donnerstagnacht ins Taxi nach Bangalore steigen. Auch am Tag zuvor steh ich 2.30 auf für die letzte LED Class, und so sind wir den Rhythmus schon gewohnt. Das Internet ist super superslow es geht eigentlich grad gar nichts. In der MysoreClass gings weiter für mich, und das war erstaunlich. Hatte schon letztes Jahr mit Sharath gesprochen, was ich mit Nakrasana machen soll. War so dankbar dass erm ich nun weiterüben liess, obwohl ich Nakrasana kaum üben kann. Sagte, ich solle die Arme ganz fest an den Körper pressen, jedoch hab ich auch da danach extreme SchulterSchmerzen. Hab mich sehr gefreut nun Vatyanasana üben zu dürfen und so ist der Rest in Aussicht, und freu mich drauf. Freu mich auf das Zurückkommen, und vorher noch auf Heidelberg, wo ich auf dem Nachhauseweg noch ein Seminar von Sri SriBhashyam besuchen kann. Ich will es definitif nicht missen, da es für mich soo wertvoll ist, fuer mein Üben, und ebenso fuer meinen Unterricht.

3.2.2014

Ein neues Asanas kommt wenn Du nicht mehr daran denkst!

 

Oder es grad nicht möchtest, genauso wie es Sharath erzählte in Bezug auf Guruji - so ging es mir schon oft, als ob der Lehrer riechen wuerde, wann man reif ist :) Heut wollte ich defeinitiv kein Nakrasana, denn ich hatte zu spaet gegessen und hatte ein schweres Gefühl im Magen.  Andererseits war es die ERSTE Praxis, die einigermassen gut war vom Gefuehl. Ich durfte heute um dreiviertel sechs üben, und da ist die Energie einfach klasse. Einige üben Third Series und die Konzentration ist super, das Studio ist energetisch voll aufgeheizt. Sehr schade, dass nun die Abreise so nah ist. Es ist jedoch definitiv IMMER so gewesen, dass es 5 Wochen braucht, bis man in einer passablen Form ist. Deshalb bleibt jede/r der es irgendwie einrichten kann Minimum 2 Monate, es macht großen Sinn.

 

Ja, gestern hat Sharath viel über seinen Weg erzaehlt. Er hat es schon oft erzaehlt und doch hat es mich gestern besonders berührt.

Wie er zum Yoga kam, wie er aufwuchs, wie er jahrelang nachts um 3 nach Lakshmipuram in das Shala seines Großvaters fuhr, von Gokulam aus, ohne eine gute Jacke gegen den Regen, und der Weg war einsam und tatsächlich gefährlich. In Gokulam warn nur ein paar wenige Häuser, und viele Schlangen, auch Kobras, die zuweilen ins Haus kamen.

Noch 1995 seien  40 students viel gewesen (heute sind es 400).

(Das erste Mal war ich 1999 hier, und blieb nicht, da ich noch nicht mal mit Ashtanga begonnen hatte. Ich hatte tatsächlich noch nie davon gehört, und reiste nur auf einen Tip hin hierher, jemand hatte mir diese Adresse gegeben. Ich sass im alten Shala und war anscheinend soweit beeindruckt, dass ich mich auf den Weg nach Goa zu Rolf Naujocat begab, um eine Woche Ashtanga zu lernen. Ich entschied mich gegen Mysore da ich erst mal die beiden Serien lernen wollte, bevor ich hier beginnen würde. So habe ichs ja dann gemacht. Von heute aus, hm... damals  reiste jedenfalls reiste ich weiter.)

 

Bhakti / devotion komme nicht in ein paar Wochen. Es entwickelt sich über Jahre. So wie wenn jemand jeden Tag an dem GaneshaTempel vorbeiläuft - auf dem Weg in die Stadt, beim KokosnussStand. Und plötzlich, eines Tages,  hat er das Gefühl, dass er da rein MUSS. Er wird von INNEN gezogen, es ist keine Frage von Intellekt. Er geht ein paar Mal rein und langsam erst entwickelt sich eine Beziehung, ein Durst, der sich stabilisiert, bis die Praxis Teil unseres Lebens ist, Teil von Sadhana, unserem spirituellen Weg.

Jemand fragte ob das nicht eine Abhängigkeit sei :) nee, so wie es keine Abhaengigkeit ist zu essen oder die Zähne zu putzen. Wir reinigen den Körper mit Wasser, den Geist mit unserer YogaPraxis.

Weiterhin sei die Praxis wie ein Gebet. Er hat einen spirituellen Guru mal gefragt, wie es sei, er steht um 00.30 nachts auf, und wenn er die Gebete machen sollte sei es 11.30, eine Stunde früher. Wie solle er das machen? Die Antwort war, seine Praxis sei schon Bhakti, wie ein Gebet :)

 

Nun es gäbe einiges noch zu erzählen, wir sind super beschäftigt, und die Stunden zerrinnen fast.

 

Jetzt superschnell das MoskitoNetz aufgespannt, und schlafen, latest 4 stehe ich auf :)
Govinda ist noch bei seinem SarodLehrer und hat diese Woche noch 2 Konzerte und Vorträge in einer MusikAkademie.
Also grad könnts so richtig losgehen :)

 

Om Gurubhyo namah!

Andrea

 

PS: In Bezug auf facebook sagte Sharath - jeder kümmert sich um die andern, wir sollten uns als allererstes um unser Inneres kümmern.

Krishnamacharya oder Pattabhi Jois haben nie nach aussen Werbung gemacht. Auch er wollte nicht berühmt werden. Er könne  jederzeit und gern, sich in einen Wald zurückziehen, wäre da nicht seine Familie.

 

 

 

 

2.2.2014

Sadhana & Bakhti in Ashtanga Yoga and
Authorization Level 2

 

Dear Yogi/nis! Bald geht alles nur noch englisch, solange sind wir nun schon hier, dass ich beginne in englisch zu denken.

Nun sind die Tage echt gezählt, am Ende drängt sich immer alles, so viele wäre noch zu tun,  zu lernen, zu erfahren, ergibt sich neu, und schon bekommt man den Koller wie eng die Zeit wird.
Diese Woche ist viel passiert, und wenn ich vorgestern beginne, so ging ich zu Sharath, bezahlte die restlichen 2 Wochen und nahm die Gelegenheit ihn zu fragen, wie er über meine Praxis denkt und nach der Authorisierung zu fragen. Sprach mit ihm darüber, dass ich eben einiges abwandeln muss, wegen meiner SchulterVerletzung und auch da ich zur Zeit nicht so viel Kraft habe, wie noch vor 2 Jahren,  (als ich in Goa wieder up to third Series übte mit Rolf. die ersten etwa 10 Asanas der dritten Serie) -  ja er sagte, dass das so ok ist.

Ist ja auch wirklich toll, dass ich weiterueben darf, obwohl ich in Karanda nicht allein runterkomme. Halte das nur fuer AltersBonus :) Nun wenn er da steht, geht es ja relativ leicht. Aber alleine, probiere ich es meist 2-3 mal, falle jedoch immer auf die Knie, was nicht soo toll ist, hab jedoch einfach die Kraft nicht mehr in der Schulter dafuer. Heute in der Led Intermediate fragte er eine Asiatin, you did Karanda? Sie sagte, yes! Sharath sagt: You show me und sie ging alleine runter. Ist jedoch noch kein Grund dass sie weiterueben darf. Nun er handhabt es unterschiedlich. Ist einfach so. (PS, heute beimzusehen vom FinishingCount  waren wir 13 Yoginis, und davon 11 Asiatinnen Denke ist so, das Minimum ein Drittel aus Asien kommen (Singapore China Japan, Korea etc).

Wobei andererseits durchaus einige  Asanas leichter werden - mybe all mindstuff :) ich beobachte es und es ist ja tatsächlich jeden Tag anders, wie sich die Praxis anfühlt, körperlich mental und spirituell.

Jedenfalls passierte es - ich darf mich für level 2 bewerben - YIPPIH! PS: Die "alte"Level 1 Authorisierung muss abgegeben werden - dann kann erst die neue ausgestellt werden :)
Ja - das Ergebnis ist besser als erwartet :) das ist related zur Bhagavadgita :) man soll alles geben was man kann mit Tapas und Hingabe und der Rest ist, keine zu hohen Erwartungen an das Ergebnis zu stellen. An sich keine, da es nicht unser Job ist, sondern das Ergebnis kann besser als erwartet ausfallen oder schlechter, oder half half :) das ist Schicksal und Gnade.
Ich war ermutigt durch andere die vor mir gefragt hatten. Allerdings - ganz alte Authorisierungen werden nicht mehr anerkannt, zum Beispiel als Bewerbung für das Sommertraining das Sharath anbietet für authorisierte Lehrer. Das gilt nur fuer Lehrer die er selbst authorisiert hat, nicht für Authorisierungen von Pattabhi Jois.

Heute in der Conference ging es ua darum, ob es förderlich sei Hunger nach neuen Asanas zu haben. Er erzaehlte, dass er mal mit Pattabhi 2 Jahre bei einem Asana war. Sein Großvater sass da, rezitierte die Upanishaden mit einer Mala? er zeigte es so, und wenn Sharath bei dem Asana angelangt war sah er zu ihm hin, aber dieser fuhr einfach fort zu rezitieren, und es war eben wieder nichts mit weiterkommen. Sharath sagte, dass er andererseits selbst ein Asana perfekt haben wollte, bevor er weiterging, es wieder und wieder wiederholt hat. Er meinte wir koennten zu viele neue Asanas nicht verdauen. Naja viele, wollen wir ja gar nicht gleich ... also ich kenne einige die echt feststecken, und wenn 80 Yogis im Raum üben und vielleicht 300 - 400 durchgehen pro Tag fuehlt man sich schon oft verloren vergessen, oder sieht einfach den Grund nicht wieso es nicht weitergeht :) Die meisten die ich kenne, die authorisiert sind, folgen Sharath deswegen auch zum teachertraining im Sommer, machen alles um dies zu ermöglichen, um intensiv mit ihm zu üben (es ist nur für eine kleine(re) Gruppe.

Nun, an sich wuerde ich ja gern weiterschreiben, eben über Sadhana und Bakhti, wie schön das Sharath heut erklaert hat, was Bakhti ist, anhand vom GaneshTempel, und über Hingabe im Üben oder ob die praxis Prayer ersetzt oder wir noch frueher aufstehen muessen :) und darum gehts grad, ich sollte noch was essen, und um 9 im Bett sein, jetzt ists kurz nach dreiviertel 9. Denn meine Zeit hat sich geaendert :( heisst muss nun  ab morgen um mindestens 4 aufstehen. Ok, hat ja immer auch was gutes, die Atmo ist dann noch ruhiger und really dedicated ambitient Yogis are there zu dieser Zeit kommen diejenigen die schon laenger da sind, oder sonst was weiter sind. Es ist ja schon die zweite shift - also Fettes Glueck! eine Freundin beispielsweise muss um halb 5 kommen, also das heisst hier im Shala nicht gleich halb fuenf, sondern um 4 spaetestens da sein, eher frueher um einen guten Platz zu bekommen. Also ganz relaxed, bin froh um meine Zeit :)

Morgen beginnen wir auch eine extra Philosophie Klasse, Lecture über das Dakshina Murti Stotram - war mein Wunsch an einen Advaita Vedanta Lehrer - und nun freue ich mich drauf!

Also, lets see tomorrow, ob ich weiterschreiben kann, hab noch recht viel zu arbeiten hier, also was ich fuer D vorbereiten möcht.

 

I say GOOD NIGHT!
Und bis Gleich!

ANDREA

 

 

 

28. Jan. 2014

Namaste dear friends!

 

Am liebsten schreibe ich den Blog nach Sharaths Conference am Sonntag, aber da war wenig Zeit. Eine Gallery hab ich diesmal bisher nicht erstellt, hab kaum Fotos gemacht - sehe wenig wirklich neue Motive.

Zeit schmilzt. Die Tage vergehen, morgens die practice, da recht spaet, komme ich erst um 10.30 nach Hause, dann bereiten wir meist unser Fruehstueck selbst, mit frischer Papaya, und schwarzem Sesammus auf Art frisch gebackenem Roggenbrot :), was vor dem Shala angeboten wird. Dann Chanting im Shala, danach working-time, wenn moeglich durchschnittlich 4 Stunden, dann Erledigungen, Einkauf fuers Abendessen was wir auch meist selbst zubereiten. Hier im ChocolateShop gibts ja alles was das westliche Herz begehrt, und so gabs gestern PastaPesto mit Paneer, so das teuerste was man dort kaufen kann (das Pesto :) ansonsten superbillig ist das Gemüse hier, für ein paar Rupien kann man ein leckeres Abendessen bereiten. Für den Preis von PastaPesto könnte man hier in einem guten Restaurant 15 mal Thali, ein super zubereitestes Mahl bekommen.

Hab jetzt ein neues mobile gekauft nachdem das alte verging, damals vor 8 Jahren fuer 12 EUR gekauft. Ein Grund war auch, dass auf den heutigen Handys Facebook schon alles vorgekaut ist, als sei es das Wichtigste der Welt (mein Handy zuhause ist 2 Jahre alt, und hat dieses EinheitsFacebookOutfit noch nicht drauf) Und da ich gerade einen Workshop bewerbe für Mariela Cruz wollte ich mal dem Club beitreten. Ich halte facebook fuer die indoktrinierte Droge Number 1 - für den mind  fühlt es sich an wie Muttermilch - das was ihn Bestens naehrt - wovon er nie genug haben kann - die unnötigste  Zerstreuung. Anyway - ich kann nun ebenso wie mindestens die Haelfte der auf die LedClass vor dem Shala 1 Stunde wartenden Yogi/nis mir mit  facebook das Warten verkürzen.

Abendlektüre war gestern nur ein paar Seiten aus "The EYE of the I" - für mich eines der genialsten Bücher überhaupt, von David Hawkins. In 2 Abschnitten  (S.186-187) beschreibt er die Essenz der spirituellen Suche, die GrundNeigung des Mind und wie wir hinter die Strömung des Mind kommen koennen. 1 - 2 seiner Bücher wäeren fuer mich bei den 3 en für die Insel dabei. Wie der Mind die Wirklichkeit verdunkelt und sie verbirgt vor dem Gewahrsein, der unendlichen An-Wesenheit. Sein Resumee auf der Seite ist die Essenz von Vairaghya (vgl. Patanjali): "Die Essenz der spirituellen Suche bedeutet endloses sich Aufgeben, Loslassen sich von etwas abwenden, sich zurueckziehen und unnoetige, sowie im Wesentlichen zu nichts fuehrende (vgl facebook) Dinge zu vernachlässigen... Gewahrsein überschreitet Ort, Körper Raum und Zeit und Mind. Wie der Himmel ist es der Hintergrund, über den die Wolken dahinschweben. Das letztliche ZeugeSein haengt von keinen Inhalten ab. So bedeuten Gedanken letztendlich GARNICHTS. Der Ansprch des Egos die Gedanken hervorgerufen zu haben erfolgt in einer zehntausendstel Sekunde. In Wirklichkeit ereignet sich alles aus sich selbst.... Das Leben ist eine fortwaehrende Gabe, und seine Fortdauer von Augenblick zu Augenblick wird von GOTT gewährleistet nicht vom Ego... Die Ziele des Egos koennen NIE erreicht werden." Hier beginnen dann die 2 -3 Abschnitte über die Entwicklung von der Obsession der Gedanken hin zum Gewahrsein.

Das war heute morgen in der YogaPraxis sehr hilfreich. Hab mich immmer wieder daran erinnert, und es ist klar, wie wichtig Tapas, ein Anstrengung im Sinne von Yoga und spirituelle Lektüre ist, um Hindernisse zu überwinden.

Was hier auch super ist sind die philosophischen Vortraege von Arvind, einem Advaita Vedanta Scholar, hier im BlueHouse. Nur grad auch am naechsten Donnerstag werden wir sie missen, da hier ein großes Konzert ist im Ganapathi-Ashram, mit Zakir Hussein, dem bekanntesten TablaSpieler und den 2 genialen Geigern aus Mysore. Am Freitag ist dann ein Konzert von Govinda mit Bheema Shankar, auf das sich die beiden schon vorbereiten und freuen.

 

An sich wollte ich nur kurz was zur Conference erzaehlen, wo Sharath über die Bandhas sprach. Kurz und bündig ging er darauf ein, im Sinne von all will come :) wenn wir genuegend Navasana und Uthpluthi und BackBends üben :) alles was unsern Beckenboden und untern Bauchraum stärkt. Vorgemacht hat er Karandavasana in Zeitlupe, genial :)  schad, wusste noch nicht recht wo der TonausKnopf ist an meinem Handy, also next time, und dann auch "in up" im Lotus, das war schon klasse. Ich checke grad mal die Ashtanga Community in Mysore ob ein Film vom Sonntag drauf ist?

Erstmal noch: JalandharaBandha halten wir an sich nur im Pranayama und in paar sehr wenigen Haltungen. Die beiden andern vorallem MulaBandha halten wir die ganze Zeit über, alldaylong. Uddhiyana Bandha beschrieb Sharath 4 inches below the navel, heisst etwa 10 cm unterhalb vom Nabel. Wichtig das dieser Bereich fest wird/ist. Üben könnten wir die Bandhas im Sitzen im Lotus oder crossedlegs, den unteren Bauch zurueckzuhalten während des Atmens. Sonst? Dass sie uns jung halten, indem sie Schlacke / Schleier  verbrennen.

Weiterhin gab Sharath gab seine Anerkennung BKS Iyengar, der an diesem Tag die zweithöchste Auszeichnung erhielt, die der indische Statt vergibt an seine Staatsbürger. Er bewunderte seine lebenslange Hingabe ans Yoga.

Noch ein paar Anmerkungen zu anderen Yogastilen die von Sri T. Krishnamacharya weitergegeben wurden waren nicht soo fruchtbar. An diesem Punkt macht sich Sharath oft lustig über Fragen oder andere Yogastile,  das ist recht schade finde ich, da ich ja auch Antworten oder Erklärungen kenne die von Sri Sribhashyam her kommen, dem jüngsten Sohn von T. Krishnamacharya. Der wiederum reagiert ähnlich empfindlich auf solcherart Fragen, und als Lehrer kann man es verstehen, und als Schüler eben nicht :)

 

Also - practice practice (wholedaylong) and all will come!

ANDREA

 

 

 

20. Jan. 2014

Blue Sky and Rainy Clouds

 

Hi again,

 

nun schon am Abend, nach einem herrlichen Sonnentag mit angenehm kühlendem sanften Wind, dann am Nachmittag kamen Regenwolken auf und das ist an sich ungewoehnlich zu dieser Jahreszeit, wo der Winter gerade verabschiedet wurde. Seit 1 Woche ist der Winter vorüber, und man merkt das Wetter hat sich geändert, ist milder geworden, wärmer, angenehmer. Wärmer heisst gestern etwa 32 Grad - vielleicht was mehr, heute 29 Grad eben, bei kühlendem Wind. Das ist sehr schön um diese Jahreszeit hier - da wir 600 Meter über dem Meeresspiegel sind weht meist diese leichte Brise.

 

Gestern war der Himmel blau und klar,  die Yogis am Morgen nach der Led Intermediate am CoconutStand vor dem Shala waren sich einig, looks like a hang out day at the swimming pool. Da war es etwa 8:45, die letzte von 3 geführten Klassen am SonntagMorgen.

Die Led Intermediate beginnt pünktlich 7:30 das ist 7 :15 ShalaTime :) Also ist 7 Einlass und man muss etwa 45 Minuten vorher los, um noch einen Platz im Shala zu ergattern, um nicht in der Umkleide zu üben. Besser wär, ne Stunde vorher losgehen, die really advanced inspired Yogis machen das, klar, und sind dann immer in der ersten Reihe. Heisst die Klasse beginnt um 7:15, da sein ist um 6:15 - auf der Treppe vor dem Shala warten, die meisten mit Handys auf facebook :) andere mit einem Buch, warten alle um einen GUTEN Platz zu bekommen Heisst für mich aufstehen ist um 5:00. Coffee als von Sharath empfohlene PranaInfusion, dann Shower, Medi und QiGong. Auch wenn Sharath heute in der Conference meinte, wir bräuchten kein streching vor der Serie, ihm täte das nie gut, würde ich selbst ohne QiGong lieber nicht üben. Ich bin es gewohnt, es gibt Konzentration, Klarheit, Kraft, und Leichtigkeit, einen super Energieaufbau- und -ausgleich. Mache das eben seit über 30 Jahren am Morgen. Hab auch von andern Yogis gehoert, sie stehen frueh auf und bereiten sich dann auf backbends vor, special Vorbereitung für Kapotasana, halbe Stunde heiss duschen o.ä. :) Naja, hier ist zB jemand, der immer vor Kapotasana nochmal in der Umkleide verschwand. Irgendwas macht er dort, dass er besser in die backbends kommt. Nun hat Sharath die Woche durchs Shala gerufen "What you do in the Changing Room? No Authorization!" :) also es dreht sich hier um level 2, er ist authorisiert. Naja, heut verschwand er nicht, dafuer hatte er geniale Hilfe von einem der assistierenden Yogis, wie ich sah als ich auf meinen MattenSpot wartete, und er kam auf Anhieb soweit in die Haltung rein wie ich es nie gesehen hab bei ihm - er hat sich suuper gefreut! Da sieht man mal wieder - alles Kopfsache :))

Ich schreibe gleich weiter, JETZT gibts Abendessen erst mal - Spirelli-Pesto vielleicht??

Ja, all das bekommen wir hier beim ChocolateShop, der sich auf westliche Bedürfnisse eingestellt hat und Tofu, OrganicMuesli, OrganicHoney etc. verkauft.

Ja, Kopfsache sagte auch der Yogi mit dem ich nach der Led intermediate sprach. Viele sind scared vor der LedIntermediate, ich wars auch gestern. Es ging jedoch ganz gut, wobei ich bibberte, dass ich gestoppt wuerde, es ist recht lustig, man fuehlt sich immer gleich betroffen, wenn Sharath in die eigene Richtung sagt "You Stop!", dann fuehlen sich immer gleich einige betroffen, und es geht "Not you-YOU-No, YOU!" und das ging dann so in einer recht anstrengenden Haltung, DwiPadaSirsasana, da hingen wir dann recht lang, wurden immer kleiner,  bis Sharath die Klasse aussortiert hatte, wer weitermachen durfte und wer nicht.
Ja, Kopfsache, man geht in Haltungen wo man sonst lange hin und herschwankt, von einem Knie aufs andere, seine Kleidung sortiert, den Schweiss abtrocknet, um seine Angst zu ueberwinden. Hier muss man in einem Atemzug in der Haltung sein, no chance - und es geht! Kein Raum nachzudenken, zu zweifeln, sondern Atmen, Konzentration und durch. Unglaublich was der Mind einem sonst fuer Schnippchen schlägt.

In der Conference sprach Sharath heute  übers Sonnengebet (next time über Bandhas!) warum wieso, eben zuerst der gesundheitliche Aspekt, Surya, die Sonne steht fuer Gesundheit. Dann Aufwaermen, normal haette man frueher 7 erste, dann 5 zweite Surya Namaskars geübt. Sollen wir jedoch bitte nicht machen - dauert zu lang :) Ausserdem seien Handstände im Sonnengebet oder in den Vinyasas nicht angesagt. Handstand wird im Ashtanga erst geübt wenn man die 2. Serie und die Backbends gemeistert hat. Würde man zu frueh die Handstaende ueben, sei man nicht biegsam genug fuer die Rueckbeugen. Die Serie sei eben von Pattabhi Jois ganz wissenschaftlich entwickelt worden, und P. Jois haette dies mit T. Krishnamacharya erörtert, die Serie in der heutigen Form kam von P. Jois nicht von Krishnamacharya. Krishnmacharya haette es so gut befunden und gesagt P. Jois solle es so unterrichten.

Dann gings wiederum darum, dass teachertrainings nichts brächten.

Er fragte wer alles schon ein teachertraining mitgemacht habe. Etwa 10 Mutige haben sich gemeldet :) und dann etwas aggressiv ausgefragt was sie dort lernen wuerden. Man braucht 15 Jahre, nicht 15 Tage, um Ashtanga zu lernen und unterrichten zu koennen. Es geht nicht um Asana, sondern um innere Transformation. Das ist der EINZIGE Zweck von Yoga. So bringe es nichts die 8 Limbs auswendig zu lernen sondern sie durch eigene Lebenserfahrung mit und durch Yoga zu verinnerlichen. Heute sei das Verstaendnis, was Yoga bedeutet anders als vor 100 Jahren und in 100 Jahren eben wieder anders, wie - das kann man jetzt nicht sagen. Yoga ist allein Transformation - koerperlich und mental.

Ein sehenswerter Film dazu ist übrigens "Magic Mysore", von Alexander Medin, gedreht im Shala 2012, mit interessanten Interviews von Yogi/nis die zur Zeit im Shala ueben. Wie einzigartig sie das Üben hier im Shala empfinden.

Ja, und so war das Üben heut morgen dann wiederum einzigartig. Nach den nur 2 Wochen im Shala bisher, erst 5 mal Intermediatepractice, ist es meinen Mind durchaus wieder klar, dass es hier um inneren Fokus geht, no mind, breath by breath, kommt die Kraft wieder, und der Mut, Haltungen zu ueben die ich zuhause eher meide, jedenfalls nicht frei übe, wie Karandavasana, den Lotus im Ellbogenstand einzufaedeln - hier einfach ein must. So I try. Morgen dann wieder, in neuer Frische.

 

Dank allen Yogis zuhause, die mir das ermöglichen!
LOVE&LIGHT!

ANDREA

 

 

 

 

13. Jan. 2014

First Conference und first IntermediateMysorePractice

 

Nach 2 Wochen in Mysore fuehle ich mich den ersten Abend "normal", energievoll, obwohl ich grade sagte 20Uhr sei meine ideale Bettgehzeit. Ist so eine Sehnsucht, da ich sonst meist am Abend unterrichte, so ein lazy Abend, frueh ins Bett gehen ist also eine perfekte reine Luxusvorstellung fuer mich. Und da meine MysorePracticeZeit sehr spaet liegt, halb neun -  ist der Tagesablauf relaxed. Klar 2 mal die Woche wie am Freitag zur LedPrimary muss ich mal um 5 aufstehen oder am Sonntag gar um 4, ist jedoch leicht gegangen.

Hab jetzt nach 2 Wochen den indischen Husten und die Schwaeche einigermassen los. War heute nochmal bei dem sehr angenehmen AyurvedaArzt, der wirklich gut und kompetent half. Bluttest im Krankenhaus war negativ und wir warn sehr erleichtert. Malaria Dengue Fieber Thyphus sind Krankheiten die doch oefter vorkommen hier unter den Yogis, wie der Arzt sagte. 

Gestern war ich das erste Mal bei der sonntaeglichen Conference, ein Talk von Sharath und im Anschluss Antworten auf Fragen der students. Schwer zu zaehlen, 300 Yogis warn jedoch sicher da. Das Thema war wie oft die 8 Limbs, wie sie in den Patanjali Sutren aufgefuehrt sind. Ohne die Grundlage von Yamas und Niyamas, die Sharath im Einzelnen nochmal erklaerte sei Yoga inhaltslos, reine Gymnastik, so wie Yoga in den Westen exportiert wurde bzw dort ankommt - ohne die Huelle, die Lebensphilosophie des Yoga, die als erstes auf der Empfehlung von ahimsa beruht . Gewaltlosigkeit in Gedanken Worten und Taten. Das schliesst die vegetarische Lebensweise mit ein. Ohne Klarheit ueber den Yogaweg als inneren, spriritueller Weg ist Yoga nicht zu denken. Dazu gehoert Tapas, taegliche Übung von Asana, Pranayama Japa / Mantra Rezitation, und Meditation, ebenso Selbstreflektion, Leben von bewussten friedvollen Beziehungen. Dann natuerlich Ueben ueber lange Zeit - nicht denken, man koennte in vier Wochen groß weiterkommen :( so wie eben viele Westler hierherreisen, und meinen in 4 Wochen schnell mal weiterzukommen, nee, so gehts nicht :) also wer herkommt sollte also schon mal 2-3 Monate einplanen :) um einen klitzkleinen Progress erwarten zu duerfen.

Nun, ich kenne das. Auch ich diesmal "nur" 6 Wochen, ja, ich weiss in 6 Wochen kommt man hier nicht weiter. Immer vergehen 1-2 Wochen mit Krankheit und Eingewoehnung, dann bleiben knappe 4, in denen man grad mal in seine Kraft kommt, Aengste überwindet, Stamina entwickelt um "weiter"zukommen.

Ausserdem bin ich nun doch schon running 55, und da hindern immer mal Zweifel den Fuss der Kraft am weiterkommen.

Heut konnte ich mir kaum vorstellen die Intermediate auf meiner Matte zu bewaeltigen. Also erst mal 12 Surya Namaskar, slowly, um in eine Art Trance zu kommen, mit Hilfe meines Mantras im Atemrhythmus, um klar konzentriert zu sein. Ich war bereit nach jedem Asana die Matte zu verlassen. Nummer 8 ist Kapotasana, nun lange nicht geuebt, aus vielen Gruenden. "Only wrong technic" diese Worte von Sharath sind mir im Ohr, im Bewusstsein, und so lehne ich mich zurueck, im Vertrauen die rechte Technik zu beherrschen, und siehe da die Waerme und gewusst wie brachten mich recht gut in die Haltung - puh erstes Hindernis ueberwunden, und dann easy durch bis Pincha. Hatte recht viel Platz um mich, was beruhigend ist, wegen Umfallen, und obwohl die Arme wegrutschen auf der nassen Matte gewann ich Balance. Dann oh weh Karanda, das ist hart, da ich nie jemand habe der mir zuhause dabei hilft. Also Monate nicht geuebt. Hatte großes Glueck und Sharath half mir. Bin hier schon uebel gestuerzt zuweilen, wenn mir jemand nicht klare Hilfe gab. Dann noch Mayurasana, das letzte Asana das ich in Mysore uebe. Sharath hatte mich gleich zu Beginn gefragt bis wo ich hier denn geuebt haette? Ich sagte dass ich in London die ganze Intermediate mitgeuebt hatte. Nun - London? interessiert ihn nicht in Mysore meinte er mit einem Laecheln. Hm, weiss nicht, ob ich ernsthaft dachte, dass das eventuell anders sei? Logisch, Mysore ist MysoreStyle. OnebyOne, Perfektion meinte er am Sonntag sei important. Naja, also denn, step by step :) ist im Alter von 54 zwar eine vage Sache :) aber es zaehlt ja der Weg und die Freude. Die war heute nach großer Angst am Morgen dann doch wieder klar mit dabei!

 

Namaste und -
trust! ist der einzige Fuss der Kraft zum Weiterkommen!

ANDREA

 

 

 

 

 

7. Jan. 2014

Harte Landung in Mysore

Huh, der letzte Blog 2 Wochen her? Am letzten Samstag, also vor 10 Tagen verliessen wir Kolkata, und waren sehr froh, die Zeit dort gut verbracht zu haben. Ja, der ChristmasMusikAbend war wirklich spannend gewesen, so interessant, die canadischen ProfiMusiker, die in Kolkata indische Musik studieren. Beide sind bei einem GesangsLehrer und der eine spielt indische Ragas auf Saxophon und der andere hat einen extra E-Bass entworfen um auf ihm indische Rhythmen zu spielen die den Klaengen der RudraVeena zum verwechseln aehnlich sind /  http://www.youtube.com/watch?v=g-SjHc4t13k / hier sieht man Justin mit seinem selbst entworfenen Bass, am Ende kommen eher indische Klaenge.

Wir hatten danach noch 3 Tage bis zur Abreise, Govinda hatte noch sein Instrument gut einstellen lassen, kleine technische Details warn zu aendern. Am letzten Tag warn wir  im KaliTempel, quasi ein touristisches Must, von dem Kolkata seinen Namen hat und der vorallem bekannt wurde durch den beruehmten Mystiker Ramakrishna, der dort lebte.  MenschenMassen besuchen taeglich den Tempel und alle werden vorbeigeschleust am Heiligtum, der roten dreiaeugigen Goettin Kali im beruehmten Steingesicht. Einen kurzen Blick konnten auch wir von ihr erhaschen. Wir schlenderten noch durch die anliegenden Gassen und genossen das bunte durch alle gesellschaftliche Schichten gehende Treiben.

 

Am Samstag war unser Flug nach Mysore, morgens um 10Uhr, und alles ging gut. Nach 5 stuendiger Taxifahrt erreichten wir Mysore.

Nach Kolkata kam uns Mysore erst mal wie ein Luftkurort vor.
Blaetter waren wieder gruen, der Himmel wieder blau. Über 30 Grad haben wir im Moment, eher heiss fuer die jetztige Winterzeit.

So und wieso nun der lange Gap? Da wir beide schon fast ne Woche krank warn und noch sind - fettes indisches Fieber, Schwaeche pur, Husten die ganze Nacht hindurch in meinem Fall.
Gestern warn wir endlich bei dem uns empfohlenen AyurvedaArzt, da es keine Besserung gab, und das war nun hoffe ich die Wende und ein klares Ergebnis, ob das Fieber nicht DengueFieber sei oder was sonst wie der Arzt sagte noch hier ueblich sei. Den Husten hat wohl fast jeder hier zur Zeit mehr oder weniger schlimm. Auch SharathStimme war weg, erzaehlten die Yogis, eine gehauchte LedClass kam vor.
Jo, es ist eben so, dass sich in Indien immer alles verschaerft anfuehlt, und man das Gefuehl hat es geht gleich gar nix mehr. Die sehr kraftaufwendigen Vorbereitungen um hierzukommen, mit unseren Zielen zu Musik und Yoga scheinen dann erstmal im Wind zu verfliegen.

Nun sind wir jedoch wieder auf dem Weg nach oben und hoffen dass es alles besser wird!

So war heute mein zweiter PracticeDay im Shala, und hab mit Freude wieder die Atmosphaere im Shala geschnuppert. Das Gefuehl, kraftmaessig noch gar nicht ueben zu koennen verflog recht schnell und jetzt wird hoffentlich jeder Tag besser gehen.


Namaste und drueckt uns gern die Daumen, dass es weiter aufwaerts geht!

ANDREA&GOVINDA

 

 

 

24.12.2013
ChristmasEve

 

Schon 1 Woche unterwegs! Langsam wird der Koerper wieder kraeftiger, und ich taste mich heran an an die SecondSeries. 4 Tage Primary geuebt, an sich sollte es 1 Woche sein, jedoch da ich in Mysore noch 1 Woche Primary ueben muss, hab ich gestern begonnen Intermediate zu üben. Taste mich an die intensiven Rueckbeugen heran, an die 7 Kopfstaende, um Kraft zu bekommen.
Um das Bett passt genau die Yogamatte und ein Tuch fuer Govinda um die Sursringar zu spielen.

 

Die Fahrt vor 3 Tagen zum Konzert war eine Fahrt durch Kolkatas Hoelle. Sicher nicht die schlimmste, jedoch fuer uns wars genug.
Dichter Verkehr zur Rushhour lies die fuer 1 1/2 Std gepante Fahrt mit stop&goes doppelt so lang werden. Es ging durch den "bypass" in den Norden Kolkatas. Durch dichten Smog fuhren wir entlang der Umgehungsstrasse kilometerlang am nach Kloake stickenden Fluss vorbei. Am Strassenrand und inmitten von Kreuzungen Schlafplaetze unter freiem Himmel, mitten im Dreck und Gestank.
Howrah - war frueher, wie die Gastgeberin sagte, vor 15 Jahren noch eine gemuetliche ruhige Ecke mit 2 Autos im Dorf, weit stehenden Haeusern, Aussicht und Ruhe. Nun lag es inmitten Kolkatas.

Wie es moeglich sei hier zu leben? Sie ist gluecklich, sagt die deutsche Gastgeberin und Taenzerin, die 15 Jahre mit einem indischen BrahmeriKathak Taenzer lebte, der hier zuhause war.

Das Konzert war der Himmel, sodass die Hoelle schnell vergessen war. Ein Saenger den wir auch vom letzten Jahr schon kannten, Shayon, sang wieder das wunderschoene Om Namoh Narajana, und ein Adhi Shiva Lied, das mich im Herzen beruehrte. Die Fahrt hatte sich schon dafuer "gelohnt".
Die Kolkata-SursringarMission ist soweit geglueckt, hinter mir höre ich immer klarer werdende Toene, auf dem meditativen Instrument, einer Mischung aus Sitar und Sarod, ein superinteressanter Klang!
Gleich kommen Musikerfreunde zu Besuch, die wir schon vom letzten Jahr kennen - so wird das Instrument heut im Reigen anderer eingeweiht werden :) die schon gespannt sind, ein solch seltenes Instrument zu sehen.

Wir wuenschen Dir und Deiner Familie "HappyChritmas" und Gesegnete Weihnachtstage!

Andrea&Govinda

 

 

 

21.12.2013

KOLKATA!

 

Namaskar! Wie schoen diese Begruessung wieder zu hoeren!

Eine dicke Smogwolke verbirgt den Blick auf Kolkata bei der Landung. Bin gespannt wie es sich anfuehlt, von D aus direkt in diese fürs Auge und den westlichen mind  kaum zu verarbeitende Szenerie einzutauchen. Im Taxi, auf dem Weg zu unserem Freund der Gedanke - das ist das garantiert das letzte Mal Kolkata - nie wieder in dieses Chaos.
Ein Streik in Kolkata half uns, den Dreck und Verkehr am ersten Tag besser zu packen. Es war zu easy, dass es sich kaum nach Kolkata anfuehlte. Gestern, am zweiten Tag die Wege mit dem Taxi und zu Fuss durch die Rashbihari Road, Kolkata mit vollem Gewuehl, ja, das war die Erinnerung, das ist Kolkata! Es ist nicht moeglich die Szenerie mit dem Foto einzufangen. Es ist nicht einfach die Armut, es ist das fuer das Auge die Nase die Empfingung kaum Einzuordnende. Im Sehen, im Fuehlen musst Du sofort einen Abstand gewinnen, um nicht in Deine westlichen Kategoriuen zu fallen. Nur so geht es anzunehmen, was auf einer ganz anderen Ebene zutiefst liebenswert ist.
Ich freue mich hier zu sein. Klar wir haben es wunderbar - hier bei einem Freund zu leben, in einer Schwingung von Musik und Meditation. Sonst waere alles anders.
Wiedererkennung, Wiedersehensfreude ist da. Schon ein wenig kennen wir uns aus in der großen Stadt. Gestern war ich zum ersten Mal ein wenig allein unterwegs. Kleine Wege, mit dem Riksha, ein paar Fahrten, Strasse auf und ab, und doch aufregend, sich nicht zu verirren im Viertel von kleinen Straesschen.

Wie immer ist Indien das Mikroskop dessen was ist -  bis ins Innerste Eingemachte, bis in den  Dschungel der Gedanken und Emotionen.

Surrender, Hingabe, Reduktion auf das was jetzt ist, das lehrt Indien direkt und ohne Puffer - Wachheit ist gefragt.

Gleich begleiten wir unseren Freund zu einem Konzert, er spielt heute abend auf Rudra Veena,  mit weiteren Musikern wird heute abend eine Darbietung nordindisch-klassischer Musik, u.a. Gesang und Tanz sein.
Also alles gut im Moment!
Wir haben ein für Govinda bestelltes Instrument abgeholt und es schaut wunderschoen aus. Eine Sursringar, ein auch in Indien nur selten gespieltes Instrument wartet entdeckt und gespielt zu werden!


Nun, es geht los!

NAMASTE everybody! von Govinda&Andrea

 

 

 

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